Alles, was Sie beachten müssen: Wie funktioniert der Online-Handel mit Aktien?

Wer sich damit befasst, mit sei­nem Erspar­ten ein Ver­mö­gen auf­bau­en zu wol­len, der kommt rela­tiv schnell zu dem Ergeb­nis, dass das gar nicht so ein­fach ist. Siche­re Pro­duk­te, so etwa das Tages- oder das Fest­geld­kon­to, sind durch die Null- bzw. Nied­rig­zins­po­li­tik der EZB, der Euro­päi­schen Zen­tral­bank, abso­lut unbrauch­bar gewor­den. Vor allem auch mit Blick auf die Infla­ti­on wird klar, hier ver­brennt das Geld, wenn es auf einem sol­chen Kon­to geparkt wird.

Die Alter­na­ti­ve? Der Akti­en­markt. Aber wie gefähr­lich ist es wirk­lich, in Akti­en zu inves­tie­ren? Immer wie­der liest man von Akti­en-Crashs und Ver­lus­ten – ist es daher über­haupt rat­sam, sein Geld in Wert­pa­pie­re zu stecken?

Wann soll­te man sich mit Akti­en auseinandersetzen?

Geht es um die finan­zi­el­le Vor­sor­ge für das Alter, möch­te man Geld spa­ren, um den Wohn­kre­dit vor Ende der regu­lä­ren Lauf­zeit zu til­gen oder plant man eine Welt­rei­se und möch­te dafür Geld spa­ren? Wer Geld spa­ren will, der soll­te sich unbe­dingt mit dem Akti­en­markt aus­ein­an­der­set­zen. Denn die letz­ten Jah­re (bzw. Jahr­zehn­te) haben gezeigt, hier sind hohe Gewin­ne mög­lich, wenn man lang­fris­tig inves­tiert (und die Ner­ven bewahrt).

Hat man in den letz­ten zehn Jah­ren in den MSCI World Akti­en­in­dex inves­tiert, das ist jener Index, in dem 1.600 Akti­en­ge­sell­schaft ent­hal­ten sind, so konn­te man eine jähr­li­che Ren­di­te von durch­schnitt­lich 10,5 Pro­zent erzie­len. Liegt das Geld am Spar­buch oder Tages­geld­kon­to, so gibt es mit­un­ter 0,125 Pro­zent – lässt man das Geld drei Jah­re fix­ver­zinst am Fest­geld­kon­to, darf man sich mit­un­ter über 0,50 Pro­zent freuen.

Somit steht fest: Natür­lich bewe­gen sich die Prei­se am Akti­en­markt, sodass der Depot­wert nach oben sowie nach unten gehen kann, wer aber auf lan­ge Sicht inves­tiert, der wird am Ende (mit sehr hoher Wahr­schein­lich­keit) einen Gewinn einfahren.

Akti­en: War­um es rat­sam sein kann, sich an Unter­neh­men zu beteiligen

Bevor man plant, in Akti­en zu inves­tie­ren, soll­te man wis­sen, was Akti­en über­haupt sind: Bei Akti­en han­delt es sich um Wert­pa­pie­re, die Eigen­tums­an­tei­le an Unter­neh­men dar­stel­len. Das Unter­neh­men gibt Akti­en aus, damit es eine zusätz­li­che Geld­quel­le nut­zen kann. Wer Akti­en kauft, wird auto­ma­tisch zum Mit­ei­gen­tü­mer des Unter­neh­mens. Das ist auch der Grund, wie­so man nicht nur durch Kurs­stei­ge­run­gen Gewin­ne ein­fah­ren kann, son­dern auch im Zuge von Gewinn­aus­schüt­tun­gen – das ist die Divi­den­de. Das heißt, abhän­gig davon, wie vie­le Akti­en man besitzt, gibt es dann, je nach Phi­lo­so­phie des Unter­neh­mens, ein­mal im Jahr, mit­un­ter auch öfter, Zusatz­be­trä­ge, die unter Gewinn­aus­schüt­tun­gen fal­len. Anzu­mer­ken ist, dass aber nicht alle Akti­en Divi­den­de bezahlen.

Direkt oder indi­rekt investieren?

Aktienchart

Man kann direkt in Akti­en inves­tie­ren oder sich für das indi­rek­te Invest­ment ent­schei­den – hier inves­tiert man in einen Fonds, in dem sich Akti­en­ge­sell­schaf­ten befin­den. Wor­an man die Ent­schei­dung abhän­gig machen soll­te? Es geht zuerst um das eige­ne Spar­ziel sowie auch um die Fra­ge, ob man sich selbst um die Ent­wick­lung des Depots küm­mern will oder lie­ber etwas Ver­ant­wor­tung abgibt.

Inves­tiert man direkt in ver­schie­de­ne Akti­en­ge­sell­schaf­ten, so muss man natür­lich auf die Diver­si­fi­ka­ti­on ach­ten. Das heißt, man soll­te nicht das gesam­te Erspar­te in eine ein­zi­ge Akti­en­ge­sell­schaft ste­cken, son­dern das Geld auf­tei­len und dar­auf ach­ten, dass die Akti­en­ge­sell­schaf­ten auch in unter­schied­li­chen Bran­chen daheim sind. Man kann über die Han­dels­platt­for­men auch Spar­plä­ne erstel­len, sodass in regel­mä­ßi­gen Abstän­den bestimm­te Beträ­ge inves­tiert wer­den, kann aber auch Ein­mal­sum­men veranlagen.

Natür­lich geht es auch, indi­rekt in Akti­en­fonds zu inves­tie­ren. Dabei ist zu unter­schei­den, dass es pas­siv sowie aktiv gema­nag­te Fonds gibt. Der aktiv gema­nag­te Fonds wird von einem Fonds­ma­na­ger ver­wal­tet, der den Markt schla­gen will – oft­mals sind hier hohe Kos­ten zu tra­gen, da natür­lich die Ver­wal­tung durch einen Fonds­ma­na­ger nicht gera­de güns­tig ist.

Die Alter­na­ti­ve ist der pas­si­ve Fonds – Exchan­ge Tra­ded Funds, kurz: ETF. Hier wird ein bestimm­ter Markt nach­ge­bil­det. Die Kos­ten? Sehr gering. Vor allem sind ETFs auch dann emp­feh­lens­wert, wenn auf lan­ge Sicht inves­tiert wer­den soll: Befasst man sich näm­lich mit den Sta­tis­ti­ken, so kön­nen Fonds­ma­na­ger zwar hin und wie­der bes­ser als der Markt abschnei­den, auf lan­ge Sicht schnei­den die Märk­te aber immer bes­ser als die Fonds­ma­na­ger ab.

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