Die bösgläubige Bank – und die Verwirkung des Widerrufsrechts des Darlehensnehmers

Dass die Bank davon ausging oder ausgehen musste, der Darlehensnehmer habe von seinem Widerrufsrecht keine Kenntnis, schließt entgegen der Rechtsmeinung des Oberlandesgerichts Stuttgart[1] eine Verwirkung nicht aus[2].

Gleiches gilt für den Umstand, dass der Darlehensgeber „den mit dem unbefristeten Widerrufsrecht verbundenen Schwebezustand selbst herbeigeführt“ hat, weil er eine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung nicht erteilt hat[3].

Bundesgerichtshof, Urteil vom 15. Mai 2018 – XI ZR 199/16

  1. OLG Stuttgart, Urteil vom 05.04.2016 – 6 U 145/15 []
  2. BGH, Urteil vom 10.10.2017 – XI ZR 443/16, WM 2017, 2248 Rn. 26; BGH, Beschluss vom 23.01.2018 – XI ZR 298/17, WM 2018, 614 Rn. 17 []
  3. BGH, Urteil vom 10.10.2017, aaO Rn. 26; BGH, Beschlüsse vom 23.01.2018 aaO Rn. 18; und vom 07.03.2018 – XI ZR 298/17 []

 

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