Lohnt sich das Sparkonto noch ?

Als Fol­ge der Nega­tiv­zin­sen auf Kon­ten der Euro­päi­schen Zen­tral­bank ver­lan­gen deut­sche Ban­ken inzwi­schen Straf­zin­sen für Spar­gut­ha­ben.

Am 11. Juni 2014 hat die Euro­päi­sche Zen­tral­bank EZB einen Nega­tiv­zins von ‑0,1 % ein­ge­führt, damit die Geschäfts­ban­ken weni­ger Bank­gut­ha­ben bei der EZB lagern. Gleich­zei­tig soll­ten die Kre­dit­in­sti­tue dazu bewo­gen wer­den, mehr bzw. höhe­re Kre­di­te im Bereich des Nicht­ban­ken­sek­tors zu ver­ge­ben. Der­zeit liegt die Straf­ge­bühr bei der EZB bei ‑0,88 % (1.07.2016). Nach­dem die Skat-Bank als ers­te Bank Straf­zin­sen für Bank­gut­ha­ben erho­ben hat, gehen nun nach und nach alle deut­schen Ban­ken dazu über, die ihnen ent­ste­hen­den Kos­ten an ihre Kun­den wei­ter­zu­ge­ben. Sogar die Ren­di­te für Bun­des­ob­li­ga­tio­nen liegt inzwi­schen im nega­ti­ven Bereich.

Im Ergeb­nis heißt das für den Spa­rer, dass er nicht mehr – wie es eigen­lich gedacht war – für sein Spa­ren belohnt wird und Zin­sen erhält, son­dern sich sei­ne ange­spar­te Geld­sum­me durch den Nega­tiv­zins noch ver­rin­gert. Er ver­liert Geld, wenn er es zur Bank bringt.

Folg­lich wer­den Alter­na­ti­ven gesucht:
Eine Mög­lich­keit besteht natür­lich dar­in, das Erspar­te in Sach­wer­te umzu­set­zen. So wird das Geld aus­ge­ge­ben, der Kon­sum ange­kur­belt und das sin­ken­de Bank­gut­ha­ben ver­ur­sacht kei­ne gro­ßen Straf­zin­sen mehr.

Abhän­gig von der Grö­ße des Gut­ha­bens bie­ten sich auch Wert­an­la­gen in Form von Bau­vor­ha­ben an. Der Kauf von Immo­bi­li­en bzw. der Häu­ser­bau ist auf lan­ge Sicht gese­hen durch­aus wert­stei­gernd. Dar­über hin­aus beein­flusst die wirt­schaft­li­che Lage auch die Kre­dit­zin­sen. Aus die­sem Grund ist es durch­aus eine Über­le­gung wert, die Finan­zie­rung einer Immo­bi­lie mit Hil­fe eines Kre­dits zu sichern, wenn nicht genug Eigen­ka­pi­tal vor­han­den ist.

Eine ande­re Alter­na­ti­ve ist der Akti­en­han­del. So liegt das Geld nicht auf der Bank und ver­ur­sacht Kos­ten, son­dern es wird inves­tiert und kann sogar Gewinn abwer­fen. Abhän­gig von der Risi­ko­be­reit­schaft des Betrof­fe­nen, kann man sich ein Akti­en­pa­ket zule­gen oder mit etwas mehr Mut zum Risi­ko z.B. in den Forex-Han­del ein­stei­gen. Als 24-Stun­den-Markt kann beim Forex-Tra­ding ohne Ver­zö­ge­rung auf Wech­sel­kurs­schwan­kun­gen reagiert wer­den. Auch wenn sowohl Gebüh­ren beim Wäh­rungs­han­del anfal­len als auch Kos­ten beim Han­del mit CFDs, zahlt man hier für eine Leis­tung und wird nicht für ein Gut­ha­ben bestraft.