Verbraucherdarlehen – und die nicht hervorgehobene Widerrufsbelehrung

Eine Wider­rufs­in­for­ma­ti­on muss nicht gra­fisch her­vor­ge­ho­ben und nicht mit über­schrie­ben sein.

Der Bun­des­ge­richts­hof hat mit Urteil vom 23.02.2016 1 ent­schie­den, dass dem Wort­laut des Arti­kels 247 § 6 Abs. 1 und Abs. 2 S. 1 und 2 EGBGB a.F. kein Erfor­der­nis einer beson­de­ren Her­vor­he­bung ent­nom­men wer­den kön­ne und dass der Gesetz­ge­ber mit dem Begriff „Anga­ben” in § 492 Abs. 2 BGB und Art. 247 § 6 Abs. 2 EGBGB in der ab 30.07.2010 gel­ten­den Fas­sung von dem Erfor­der­nis einer geson­der­ten bewusst abge­rückt sei, da an die Stel­le der nach § 355 Abs. 2 BGB a.F. noch erfor­der­li­chen Beleh­rung die von der Ver­brau­cher­kre­dit­richt­li­nie vor­ge­ge­be­ne Pflicht­an­ga­be zum Wider­rufs­recht im Ver­trag getre­ten ist. Dem ent­spre­chend sei auch das ab 30.07.2010 gemäß Anla­ge 6 zu Art. 247 § 6 Abs. 2 S. 3 EGBGB a. F. gül­ti­ge Mus­ter mit „Wider­rufs­in­for­ma­ti­on” und nicht mit „” über­schrie­ben.

Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he, Urteil vom 14. März 2017 – 17 U 204/​15

  1. BGH, Urteil vom 23.02.2016 – XI ZR 101/​15[]