Verwirkung des Widerrufs beim Darlehensvertrag

Hat die kre­dit­ge­ben­de Bank den skun­den nicht ord­nungs­ge­mäß über sein recht belehrt, kann die­ser den sver­trag grund­sätz­lich auch dann noch en, wenn seit Ver­trags­ab­schluss mehr als 6 Jah­re ver­gan­gen sind und der Kun­de das bereits 2 Jah­re vor dem voll­stän­dig getilgt hat.

Der Aus­übung des srechts steht der Ein­wand der regel­mä­ßig nicht ent­ge­gen.

Nach Aus­übung des srechts schul­det die Bank man­gels ander­wei­ti­ger Dar­le­gung dem Kun­den die Rück­erstat­tung aller von ihm gezahl­ten Leis­tun­gen nebst 5 % Zin­sen über dem Basis­zins, ab jewei­li­ger Zah­lung, abzüg­lich des aus­ge­zahl­ten sbe­trags nebst ver­ein­bar­tem Zins bis zur jewei­li­gen Til­gung.

Land­ge­richt Itze­hoe, Urteil vom 30. Okto­ber 2014 – 7 O 91/​14